Es war leider viel zu kurz.....

Segeln und Salzwasser
Am 21.06 um 14 Uhr ging es mit dem Bus los auf unsere Freizeit. Alle waren aufgeregt, was uns in den Niederlanden wohl erwarten würde? Schon auf der Hinfahrt hatten wir mächtig Spaß denn Deutschland
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spielte gleichzeitig gegen die USA, und bei dem Tor stieg die Stimmung im Bus. In Harlingen angekommen luden wir aus und brachten alles aufs Schiff. Es war ein sehr uriges Schiff und beim ersten Betreten dachten wirklich alle: "sooooo klein und muffig, wenn wir das man eine Woche lang aushalten?!" Aber es wurde mit jeder Minute besser. Den ersten Abend sind wir nicht mehr losgesegelt, haben dafür aber Harlingen unsicher gemacht.

Der 2. Tag
Ein kleiner Motorschaden musste erst behoben werde, aber um 14 Uhr ging es dann endlich los. Wir fuhren auf dem Zweimaster "Dankbaarheid" aus dem Hafen und setzten kurze Zeit später das erste Mal die Segel. Es war einfach total schön, alle konnten auf Anhieb mit anpacken, denn unser Maat Anja und der Captain Wibke hatten alles genau vor der Abfahrt erklärt. Wir sind bis tief in die Nacht gesegelt, und haben dann doch ca. 2 Segelstunden vor Schiermonnikoog aufgeben müssen, denn in der Dunkelheit war keine einzige Boje mehr zu sehen. Das war dann also unsere erste Nacht vor Anker.


Der 3. Tag
Den gesamten dritten Tag verlebten wir auf Schiermonnikoog. Einige haben eine Radtour gemacht, andere sind spazieren gegangen. Besonders toll war das Volleyballspiel am Nachmittag am Strand, bei dem wirklich alle mitgemacht haben.

Der 4. Tag
Nach dem Frühstück ging es mit gesetzten Segeln Richtung Lauwersmeer am Festland. Wir sind durch eine Schleuse in das Lauwermeer gesegelt und haben eine kleine urige Insel angesteuert, die Pirateninsel. Dort sind dann einige von uns schwimmen gegangen, was total klasse war. Am Abend wurde bei Mondschein gegrillt und mit einem Lagerfeuer klang der Abend aus.

Der 5. Tag
An diesem Tag segelten wir mit der Dankbaarheid nach Ameland. Dort angekommen sind dann einige sofort los, um sich Fahrräder zu borgen und dann in dem kleinen, ca 12 km vom Hafen entfernten Ort Ballum, Nobeltje zu kaufen. Das ist ein Likör, den es nur auf Ameland gibt. Andere haben den restlichen Tag damit verbracht, den Ort Nes unsicher zu machen oder waren einfach nur am Strand.
Der 6. Tag
Wir haben so gegen 11 Uhr morgens die Segel gesetzt und sind zur "Kaffebohnplatt" gesegelt. Das ist eine Sandbank vor Terschelling. Auf der Fahrt dorthin kamen wir an einer Seehundbank vorbei, wo etliche Seehunde sich die Sonne auf den Pelz scheinen ließen. Außerdem konnten wir der "Küstwacht" zusehen, wie ausgediente Bojen ausgetauscht wurden. Zwei von uns sind gleich in die Nordsee gesprungen, um zu baden, obwohl es an dem Tag nicht so warm war. Als dann das Wasser ganz weg war, sind alle von Bord und haben das Watt unsicher gemacht. Eine ist sogar in einen Pril gerutscht, und war von oben bis unten klitschnass, ihr ist aber nichts weiter passiert. Am Abend wurden dann alle eingeteilt, um Ankerwache zu halten. Das fand ich war das beste an der Freizeit. Denn da muß man darauf achten, ob sich der Anker losreisst und ob das Schiff in die Fahrrinne zurücktreibt. Und die Truppe, die morgens zwischen 4 und 6 Uhr wachen mußte, konnte einen schönen Sonnenaufgang erleben.

Der 7. Tag
An dem Tag sind wir nach Terschelling gesegelt, dann Nachmittags in den Ort um noch kleine Souveniers für zu Hause zu kaufen, da es ja der vorletzte Tag auf See war

Der 8. Tag
Da hieß es das letzte Mal Segel setzen und nass werden am Fock (Das Fock ist das 2. Segel auf dem Vorderdeck). An diesem Tag hatten wir mit erschwerten Windverhältnissen zu kämpfen, Windstärke 8 in den Böen 9. Einige sind dann auch noch etwas seekrank geworden und hatten sich hingelegt und versucht zu schlafen. Doch plötzlich gab es einen Knall und alle waren sofort wieder wach. Denn wir waren in eine riesige Welle geraten. Durch diese Welle kam das Schiff ganz schön ins Schwanken und dadurch sind Dinge umgefallen und kaputt gegangen, wie z. B. die Kaffeemaschine an Bord und unsere Kaffeekannen, Stühle lagen kreuz und quer umher und das Speiseöl hatte sich auf dem Küchenboden verteilt. Da hieß es dann sofort aufräumen und alles in Ordnung bringen. In Harlingen mußten wir wegen des starken Windes unser Gepäck über eine Leiter nach oben aufs Festland bringen. Nach der Verabschiedung von Maat und Captain sind dann alle zum Bus und haben die Rückfahrt über geschlafen. Alles in Allem war es eine gelungene Freizeit, allen war sofort klar: Das muß wiederholt werden, da die Zeit einfach zu kurz war......!

Nicole und Dominic