Frauenfrühstück
Vom Frauenkreis liebevoll vorbereitet, war das erste Frauenfrühstück der Kirchengemeinde Barkhausen-Rabber ein voller Erfolg. Am 15. Januar 2003 trafen sich 54 Teilnehmerinnen im Gemeindehaus.Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Schröder und Frau Stallmann und nachdem alle gemeinsam das Lied "Danke für diesen guten Morgen" gesungen haben, war das Frühstücksbüffet eröffnet. Begleitet von lebhaften Gesprächen wurde der erste Hunger gestillt. Zu dem Thema "Zeit" wurde von Frau Stallmann die Geschichte eines Sekundenzeigers vorgelesen, der meinte so gar nicht beachtet zu werden, außer eben zum Jahreswechsel. Da schauen alle Augen auf ihn und warten gespannt auf das neue Jahr. Ein paar Denkanstöße zum Thema Zeit und schließlich die Frage: "Was würden Sie mit Ihrer Zeit machen, wenn Sie nur noch einen Tag zu leben hätten?" Eine schwierige Frage, wie wir an unserem Tisch feststellten. Wozu würden wir die Zeit nutzen und hätten dann andere Menschen Zeit für uns?
Später wurde uns durch Frau Stallmann eine Frau vorgestellt, die vor ca. 200 Jahren gelebt hat:
"Amalie Sieveking, 1794 - 1859, war die Tochter einer Kaufmannsfamilie in Hamburg, sie heiratete nicht, sondern unterrichtete junge Mädchen in einer von ihr gegründeten Erziehungsschule. Als 1830 in Hamburg eine Choleraepidemie ausbrach, meldete sie sich als Krankenpflegerin. Sie gründete den "Weiblichen Verein für Armen und Krankenpflege", in dem es nicht darum ging Spenden zu erhalten sondern um Vermittlung von Arbeit, Bildung und um Hilfe zur Selbsthilfe. Als ihr die Leitung eines Diakonissenhauses angeboten wurde lehnte sie ab."
In den weiteren Gesprächen war die einhellige Meinung unter den Frauen , im Laufe des Jahres noch mehrfach gemeinsam frühstücken zu wollen. Es soll dann jedes Mal eine Frau vorgestellt werden, deren Namen man vielleicht schon gehört hat, aber von der man oft nicht genau weiß, was sie geleistet hat. Mittlerweile waren sicher alle gesättigt. Gut 2 Stunden waren schnell vergangen, und wir kamen mit dem gemeinsam gebeteten Vaterunser zum Schluß. Ich denke es hat sich gelohnt sich Zeit zu nehmen!
(Ilse Bockbreder-Ilsemann)
