Dat Höhrrohr
Plattdeutsches Theater im Gemeindehaus Rabber. Die Theatergruppe Preußisch Oldendorf spielt für den Frauenkreis - aber nicht nur.Traditionell im Februar lädt der Frauenkreis
zum "bunten Abend" ein, so auch in diesem
Jahr am 13. Februar. Die Veranstaltung im Gemeindehaus
war sehr gut besucht,und meine Hochachtung, sogar
drei Männer hatten sich in die Frauenrunde
gewagt.
Alle freuten sich beim Eintreffen über die
gedeckten Tische, es gab Tee mit Hedeweggen und
Butter, die nach der freundlichen Begrüßung
durch Frau Schröder und dem gemeinsam gesungenen
Kanon "Froh zu sein bedarf es wenig, doch
wer froh ist, ist ein König!" mit großem
Appetit - untermalt von reger Unterhaltung - verspeist
wurden. Natürlich waren alle gespannt auf
das plattdeutsche Theaterstück "Dat
Höhrrohr", das von der Laienspielgruppe
der Landjugend aus Preußisch Oldendorf vorgeführt
werden sollte.
Nach einigem Stühlerücken, damit auch
jede/r gut sehen konnte war es dann so weit, der
Vorhang öffnete sich , die Kulisse zeigte
eine Wohnstube mit Bauer und Bäuerin, Oma
schlief im Lehnstuhl und die Intrigen nahmen ihren
Lauf. Immer wieder gab es für die Schauspieler
Applaus, köstlich wenn der Bauer seiner Intrigenspinnenden
Frau, nichts entgegenzusetzen hatte als:"wie
du meinst Berta!" Wahrscheinlich ist jedem
das Theaterstück aus dem Fernsehen bekannt,
kennt also den Ablauf der Geschichte, weiß,
daß durch das Austauchen des alten Höhrrohrs
gegen ein verbessertes, Oma der Schwiegertochter
auf die Schliche kommt und schließlich das
Gute siegt. Es gab viel zu lachen dank der schauspielerischen
Leistung der Mimen.
Schön, daß die jungen Leute dazu beitragen
die plattdeutsche Sprache zu erhalten! Und ich
nehme an, sie wurden durch den großen Applaus
für ihre Mühe und Arbeit, die doch einem
solchen Auftritt vorausgeht, belohnt. Übrigens
- der Herr Advokat hatte Geburtstag und bekam
von seinen Schauspielerkollegen und den Zuschauern
ein Ständchen. Frau Schröder überreichte
allen Mitwirkenden ein kleines Geschenk.
Schließlich wurde der Abend mit dem gemeinsam
gesungenen Lied "Komm Herr segne uns"
und dem Vaterunser beendet! Ach ja, und im nächsten
Jahr gibt es - so Gott will - wieder einen bunten
Abend.
(Ilse Bockbreder-Ilsemann)
