Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden in Barkhausen
Am 6. April 2003, dem Judika-Sonntag, fand in der Barkhauser Katharinenkirche der Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden statt.Zwanzig Konfirmanden stellten dabei nicht nur
sich selbst, sondern auch das ihnen beigebrachte
Wissen der Gemeinde vor. Da das Jahr 2003 das
Jahr der Bibel ist, bot es sich in diesem Zusammenhang
an, eben diese zum Hauptthema des Gottesdienstes
zu machen.
Nach der Begrüßung der Gemeinde durch
Pastorin Stallmann, die die Zuhörer über
den Inhalt des bevorstehenden Gottesdienstes informierte,
zündete jeder Konfirmand eine Kerze als Symbol
dafür an, dass der Krieg im Irak näher
sei als es vielen bewusst ist, wobei die Pastorin
in diesem Zusammenhang erwähnte, dass es
besser sei, ein Licht anzuzünden, als auf
die Dunkelheit zu schimpfen. Passend dazu sang
die Gemeinde den Choral „Herr, gib uns deinen
Frieden“, komponiert von Lugar Edelkötter.
Nach den Worten der Kirchenvorsteherin Frau Vehring,
die sich bei allen Konfirmanden für die herzliche
Zusammenarbeit bedankte, folgte das zweite Lied
„Danke für dieses guten Morgen“
von Martin Gotthard Schneider. Nachdem von Silke
Schröder gesprochenen Gebet, las Carolin
Bruns aus dem Prophetenbuch Jesaja vor. Das anschließende
Glaubensbekenntnis wurde durch den Choral „Ich
möchte Glauben haben“ von demKomponisten
Bernhard Borrmann unterstrichen.
Nun folgte die sogenannte „Wissensabfrage“
in Form der Vorstellung der Bibel. Zuerst wurden
nach ihren Erfahrungen mit der Bibel befragte
Prominente von den Konfirmanden zitiert. So meinte
unter anderem der Fußballprofi A. Matellan:
„Ich finde in der Bibel Schutz und Geborgenheit.
Sie zeigt mir, was Gott von mir möchte und
hilft mir, mein Leben sinnvoll zu gestalten.“
Anschließend gab jeder der Konfis sein eigenes
Statement zur Bibel ab. Die Meinungen gingen dabei
weit auseinander, von „Sie bedeutet mir
nicht so viel“ über „Ich kann
mir vorstellen, dass sie anderen Leuten Kraft
gibt“ bis hin zu „Sie bedeutet mir
sehr viel, sie ist ein Buch der Hoffnung“.
Die Gemeinde sang nun „Vertrauen wagen“
von Hans-Jürgen Netz.
Weiter wurde die Gemeinde nun über die eigentliche
Entstehung der Bibel informiert, in der Schule
würde man wohl von der sogenannten Reproduktionsphase
sprechen, in der die Konfirmanden ihr Wissen offenlegten.
Hier wurde deutlich, dass die Bibel nicht nur
EIN Buch ist, sondern aus vielen verschienden
Büchern besteht, sie enthält 66 unterschiedliche
Bände, davon 39 im Alten und 27 im Neuen
Testament. In der Folge wurden von den einzelnen
Konfirmanden die verschiedenen Bücher der
Bibel genannt und deren Inhalt kurz dargestellt
und erläutert. Nach Darstellung des Alten
bzw. es Neuen Testamentes sang die Gemeinde den
Choral von Eckart Bücken „Gott gab
uns Atem“.
Abschließend wurde von den Konfis die Bedeutung
und der Sinn der Bibel hinterfragt. Die Naturwissenschaften
erklären nur, WIE etwas entsteht, nicht aber,
welchen Sinn es hat. Auch Naturwissenschaftler
stoßen an ihre Grenzen und müssen sich
zu gegebener Zeit die Frage nach Gott stellen,
so die Konfirmanden. Die Bibel schließt
Naturwissenschaft und Glauben nicht aus, sondern
ein.
Die Vorstellung der Konfirmanden wurde von der
Gemeinde mit Applaus quittiert, ein Zeichen dafür,
dass sie ihre „Prüfung“ auch
vor der Gemeinde bestanden haben und der Konfirmation
nichts mehr im Wege steht, auch wenn Pastorin
Stallmann in ihren Abkündigungen nochmals
darauf verwies, dass nach Ostern wieder Konfirmandenunterricht
stattfinde und dass alle Konfirmanden erwartet
würden.
Der Gottesdienst wurde mit dem allseits bekannten
Choral „Komm Herr, segne uns“ von
Dieter Trautwein musikalisch abgeschlossen, es
folgten ein Gebet, sowie das Vaterunser und der
Segen. Einen besonderen Dank richtete die Pastorin
an alle, die diesen Gottesdienst mitgestaltet
haben, auch das Nachspiel des Posaunenchores Barkhausen-Linne,
der im Jahre 2004 übrigens sein 100-jähriges
Bestehen unter anderem in Form eines Kreisposaunenfestes
in Barkhausen feiert (nähere Informationen
folgen in Kürze), wurde mit Beifall bedacht.
Ein gelunger Gottesdienst klang im Gemeindehaus
bei Kaffee und Kuchen schlussendlich aus.
(mf, 16.04.03)
