Ich habe schon immer gern gesungen!

Interview mit der Chorleiterin des Singkreises Barkhausen-Linne, Liselotte Wübbeler.
Frau Wübbeler, was bedeutet für Sie Gesang?
Ich habe schon als Kind gern gesungen, bereits ab meinem 10. Lebensjahr habe ich im Oldenburger Jugendchor gesungen.
Wie wird man Chorleiterin?
Aus Interesse, denn schon in der Landfrauenschule habe ich manchmal die Musiklehrerin vertreten. Seit fast 25 Jahren leite ich bereits den Landfrauensingkreis. Außerdem wurde mir eines Tages vom Kreissängerbund angeboten einen Chorleiterkurs zu besuchen und ich habe das Angebot gern angenommen. Jetzt treffe ich mich noch einmal jährlich mit anderen Chorleiterinnen in der Heimvolkshochschule in Rastede zum Singen und Gedankenaustausch.
Wie kam es vor 10 Jahren zur Gründung des Singkreis?
Ich wurde sozusagen von einigen an einem Singkreis interessierten Damen angesprochen und habe mich gern bereit erklärt die Leitung zu übernehmen. Allerdings nur unter der Voraussetzung das genug Frauen zum Mitmachen bereit sind ohne das ich sie werben muß.
Wieviel Sängerinnen hatten sich zur ersten Probe eingefunden?
Es waren 10 Frauen, bei der zweiten Probe waren dann schon 19 Damen dabei.
Und wie sieht es heute aus?
Heute haben wir 25 Sängerinnen.
Wann war Ihre erste Probe?
Sie fand am 09. März 1993 statt.
Und wann war Ihr erster offizieller Auftritt?
Das war Ostern 1993, am 11. April.
Gibt es so etwas wie Lampenfieber vor den Auftritten?
Ja, Lampenfieber habe ich nach wie vor, und das ist gut so, denn sonst mangelt es rasch an Konzentration.
Wie oft üben Sie?
Alle 14 Tage mit dem Singkreis Barkhausen/Linne und alle 14 Tage mit dem Landfrauensingkreis, im Wechsel sozusagen.
Üben Sie vor Auftritten häufiger?
Ja, das kommt schon vor!
Bestimmen Sie was gesungen wird und wie ist das bei Veranstaltungen, speziell in unserer Kirchengemeinde?
Natürlich mache ich Vorschläge aber eigentlich überlegen wir gemeinschaftlich was geübt und gesungen wird. Noch nie haben wir einen Chorsatz ganz beiseite gelegt aber manchmal auf einen anderen Zeitpunkt verschoben. Zu den Auftritten in unserer Kirchengemeinde möchte ich nicht unerwähnt lassen, das die Absprachen mit Frau Stallmann unkompliziert sind und sie durchaus für andere Lieder als Choräle offen ist. Da gibt es keine Probleme. Im Gegenteil wir haben ein wirklich gutes Verhältnis und bekommen auch Gelder von der Kirchengemeinde für Noten und Mappen.
Auf was für Veranstaltungen singen Sie außerdem?
z.B. bei Seniorenadventsfeiern oder wenn innerhalb des Singkreis der Wunsch besteht auf einer Feier zu singen treten wir natürlich gern auf.
Wie ist die Gemeinschaft innerhalb des Chors und haben Sie andere gemeinsame Aktivitäten?
Wir verstehen uns sehr gut, bei uns gibt es keine Cliquenwirtschaft. Einmal im Jahr haben wir einen gemütlichen Abend, zu dem wir auch immer Frau Stallmann einladen. Wir machen auch schon mal gemeinsame Ausflüge, als Beispiel möchte ich eine Fahrt zu einem Auftritt des Bielefelder Kinderchors mit einem anschließenden Essen erwähnen. Und ganz besonders schätze ich an dem Chor, daß die Chorproben sehr diszipliniert regelmäßig besucht werden.
War es für Sie sehr schwer neben Ihren beruflichen Tätigkeiten immer Zeit für den Chor zu finden?
Ich war schon immer ehrenamtlich tätig. Es verlangt mir natürlich Zeit und viel Konzentration ab, aber ich habe das immer gut geschafft. Weil mir gerade die Arbeit mit den Chören viel Freude bereitet werde ich die auch bestimmt behalten!
Dann kann ich Ihnen nur noch weiterhin viel Erfolg und Freude wünschen und mich für unser Gespräch bedanken.
Die Fragen stellte Ilse Bockbreder-Ilsemann. (02.05.03)