Fahrt zum Nußbaum-Haus
Die diesjährige Radtour des Frauenkreis fand einmal mehr mit dem Pkw statt. Vier Frauen konnten sagen hab mein Wagen vollgeladen , denn 23 Frauen fuhren am 31. Mai nach Osnabrück in das Felix-Nussbaum-Haus.Architekt des Gebäudes ist Daniel Libeskind,der auch das jüdische Museum in Berlin plante. Auflerdem ist der mit der Bebauung von Ground Zero in New York beauftragt.
Während einer interessanten Führung wurden uns einige der eindrücklichen Bilder von Felix Nussbaum vorgestellt. Er ist gebürtiger Osnabrücker und Jude. Von seinem musisch begabten Vater wird er in seinem Interesse an Malerei unterstützt. 1922 verlässt er Osnabrück. Seine Stationen sind Hamburg und Berlin.
Er gewinnt ein Stipendium in der Villa Massimo in Rom. Von dort wird er 1933 verwiesen und emigriert über die Schweiz und Frankreich nach Belgien. Nachdem er in Südfrankreich interniert und ihm die Flucht gelungen ist lebt er isoliert im Untergrund in Belgien. Eine rettende Flucht kommt durch die Krankheit seiner Frau nicht in Frage.
Nach einer Denunziation werden er und seine Frau 1943 nach Auschwitz deportiert und finden da ihren Tod. Durch die Vorstellung einiger seiner Bilder wurde grofles Interesse bei den meisten Frauen erweckt und so wird sich manch eine erneut auf den Weg machen um in Ruhe noch einmal die Ausstellung auf sich wirken zu lassen. Es lohnt sich!
Anschlieflend fuhren wir zur Leckermühle. Ein Tisch war für uns bestellt und wir konnten nach Wunsch schlemmen. Der Abend fand in munterer Atmosphäre einen schönen Ausklang. Gegen 22 Uhr waren wir wieder in Rabber.
Ilse Bockbreder-Ilsemann
