Dat Lüd inne Büksen

Theater: "Dat Lüd inne Büksen"... hieß das plattdeutsche Theaterstück, das von der Laienspielgruppe der Landjugend in Preußisch Oldendorf bei uns im evangelischen Gemeindehaus aufgeführt wurde. Anlass war der jährlich im Februar stattfindende "Bunte Abend" des Frauenkreises. Zufall war es, dass der in diesem Jahr auf den Tag der Weiberfastnacht fiel.

Zunächst konnten sich die Zuschauerinnen (ca. 50 Personen) an liebevoll gedeckten Tischen bei Früchtetee, belegten Broten, lebhaften Gesprächen und gemeinsamen Gesang auf den Abend einstimmen.

Dann begann die Vorführung; dabei handelte es sich um Kruse, dessen Erfindung und seinen weiblichen Kompagnon "dat Lüd inne Büksen".

Kruse ist ein echtes Schlitzohr, der es nicht nur versteht immer wieder seine Hauswirtin um den Finger zu wickeln. Stets in großen finanziellen Nöten, kann er sogar dem Gerichtsvollzieher, der bei ihm seines Amtes walten will, beschwatzen und sich von ihm 10 DM leihen. Aus Amerika hat sich ein Interessent für "Kruses elektrischen Hausgeist" angemeldet. Schließlich soll dieser auch bewirtet werden, wenn auch nur in flüssiger Form.

Immer in der Nähe ist Meyer "dat Lüd inne Büksen". Beide betonen ihre ausschließlich geschäftliche Partnerschaft und weisen es weit von sich, dass sie mehr füreinander empfinden. Das kann die resolute Hauswirtin allerdings nicht auf sich beruhen lassen und spielt ein bisschen Schicksal. Nach einigen Irrungen und Wirrungen fallen sich Kruse und Meyer, diese jetzt natürlich im Kleid, in die Arme.

Ende gut, alles gut! Die Spieler wurden mit viel Applaus belohnt. Es waren unterhaltsame und harmonische Stunden. Der Vorbereitungskurs dieses Abends hatte sich einmal mehr viel Mühe gegeben. Frau Schröder erzählte mir, dass bereits jeweils im Oktober die Planungen hinsichtlich des Termins im Februar beginnen. Das ist auch in diesem Jahr wieder geplant. Also dürfen wir uns schon auf den "Bunten Abend" im nächsten Jahr freuen.

Ein herzliches Dankeschön an das Vorbereitungsteam.
Ilse Bockbreder-Ilsemann