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Teil 1
Von den Anfängen bis 1930
Die Quellen über die Gründung und den Anfang
des Kirchenchores sind recht dürftig. Es wird damals
nicht üblich gewesen sein, über alles Protokoll
zu führen.
Erst mit dem Amtsantritt des Lehrers Rathke in Brockhausen
im Jahre 1875 erhalten wir die erste Kunde vom Bestehen
eines "Gemischten Chores". Wörtlich heißt
es dort in der Chronik der Schule zu Brockhausen: "Bei
meinem Amtsantritt hier in Brockhausen fand ich einen
gemischten Gesangverein vor , welcher von dem Schneidermeister
Albers geleitet wurde. Auf dessen Wunsch übernahm
ich die Leitung. Es wurden nur geistliche Lieder geübt."
Das Gründungsjahr ist in diesen Angaben nicht genannt,
aber den präzisen Angaben über die Gründung
des Posaunenchores im Jahre 1851 ist zu entnehmen, daß
der gemischte Gesangverein 1 Jahr später ins Leben
gerufen wurde von eben demselben Schneidermeister Albers.
Wörtlich ist nachzulesen: "Dieser Jobst Albers
hatte mancherlei musikalische Kenntnisse ...".
Er war als Schneidergeselle in Hannover gewesen und
hatte dem Jünglingsverein dort angehört. Später
war er in Hermannsburg gewesen. Dort hatte er schon
gewisse Eindrücke und Kenntnisse über Instrumente
und dergleichen gewonnen. Er fing auch die Übung
des mehrstimmigen Singens an und gründete den "Gemischten
Chor".
Albers hat das Singen ohne Zuhilfenahme eines Instrumentes
eingeübt, was als Zeichen besonderer Fähigkeit
galt. Die Posaunenchormitglieder waren zugleich führende
Stimmen im Singechor. Beim Singen wurden dieselben Noten
benutzt wie beim Blasen." Soweit die Ausführungen
über den ungewöhnlich talentierten Schneidermeister.
Eine weitere kurze Erwähnung des Chores verzeichnet
die Schulchronik anläßlich der Amtseinführung
des neuen Pastors Dr. Hoppe am 26. September 1886. Dort
heißt es kurz: "Zum Abschluß der Feier
sang noch der Brockhauser Singechor."
Von Jubiläumsfeiern zum 50jährigen Bestehen
des Chores -und das müsste ja im Jahre 1902 gewesen
sein -ist nichts bekannt.
Der Werdegang des Chores nach der Jahrhundertwende liegt
offen zutage, zumal ältere Chormitglieder darüber
berichten. Als wichtiges Ereignis ist die Einweihung
der Kirche in Rabber im Jahre 1912 zu nennen unter Mitwirkung
des "Gemischten Chores". Während des
Einzuges der Gemeindeglieder sang dieser das Lied: "Hoch
tut euch auf, ihr Tore der Welt. "
Zur Zeit des I. Weltkrieges (1914 bis 1918) konnte das
Singen nur mühsam aufrecht erhalten werden, da
ja die überwiegende Mehrzahl der Männer zum
Wehrdienst einberufen war . Das Singen wurde zeitweilig
dreistimmig von Frauen weitergeführt. Das änderte
sich aber gleich nach Kriegsende. Mitte der Zwanziger
Jahre war der Chor auf 50 Mitglieder angewachsen.
Um von der verpflichtenden Teilnahme an den damals üblichen
Festen anderer Chöre frei zu sein, wurde der "Gemischte
Chor" umbenannt in "Kirchenchor". Dadurch
wurde der Anschluß an den Kirchenchorverband vollzogen.
Höhepunkt waren in den Dreißiger Jahren die
Übungsstunden mit dem Vikar Köhler, der in
der Kirchengemeinde Arenshorst tätig war. |
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