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| Sonntag,
den 25.10.1992 |
"140
Jahre Kirchenchor - das ist ein Grund zum Feiern."
Mit dieser Auffassung stand Monika Stallmann nicht allein,
als sie die Gemeindeglieder zum Festgottesdienst aus
Anlaß der 140-Jahr-Feier des Kirchenchores willkommen
hieß; denn die altehrwürdige Marienkirche
drohte angesichts der zahlreichen Menschen aus allen
Nähten zu platzen - ein Zeichen dafür, daß
sich die Bevölkerung nach wie vor der rührigen
Singgemeinschaft verbunden fühlt.
Gesang und Klang prägten den Gottesdienst. Und
das aus gutem Grund. Immerhin galt es, das 140-jährige
Bestehen des Kirchenchores zu feiern, der aus dem Gemeindeleben
nicht mehr fortzudenken ist. So kam es nicht von ungefähr,
daß sich an der musikalischen Ausgestaltung nicht
nur das "Geburtstagskind" unter der Leitung
von Renate Grundner-Cuhlemann, sondern auch der Männergesangsverein
"Einigkeit" Rabber unter Andreas Gerdwilker,
der gemischte Chor Wimmer unter Stabführung von
Johannes Weber und der Posaunenchor, Leitung Martin
Eickmeyer so wie ein Instrumentalensemble, bestehend
aus einigen jungen Musikern, beteiligten.
Das Singen sei eine Gabe Gottes, unterstrich Pastorin
Stallmann in ihrer Predigt, der der 98. Psalm "Singet
dem Herrn ein neues Lied; denn er tut Wunder" zugrunde
lag.
Vor 140 Jahren, als der Kirchenchor Brockhausen aus
der Taufe gehoben sei, hätten die heimischen Frauen
und Männer die Gelegenheit zum Singen offensichtlich
stärker genutzt als heute, mutmaßte die Geistliche.
Seinerzeit habe es weder Radio noch Fernsehen gegeben.
Der Gesang sei in vielen Lebensbereichen verbreitet
gewesen. Das alles habe sich im Laufe von 140 Jahren
gewandelt. Mittlerweile gebe es für jedermann vielfältige
Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten, und angesichts
des randvollen Terminkalenders müßten sich
einige Chormitglieder die Zeit für die Übungsstunden
förmlich "freischlagen", meinte Monika
Stallmann und dankte allen Sängerinnen und Sängern
für ihre Arbeit.
Lieder drückten nicht nur ein Lebensgefühl
aus. Lieder bedeuteten auch ein Stück Heimat. Um
so wichtiger sei die Arbeit der Chöre einzustufen,
diese Lieder zu bewahren, erklärte die Geistliche.
Dabei unterstrich sie auch die Bedeutung modernen Liedgutes
in der Kirche:
"Jede Zeit braucht ihre Lieder, die die Sorgen
und Themen dieser Jahre wiederspiegeln." So sei
die Musik der 80er Jahre unter anderem von den Liedern
der Friedensbewegung geprägt gewesen. Monika Stallmann
schloß ihre Predigt in Anlehnung an den 98. Psalm
mit dem Aufruf: "Singet dem Herrn ein neues Lied,
denn er tut Wunder gut."
Im Anschluß an den Gottesdienst versammelten sich
zahlreiche Gemeindemitglieder zu einer Stunde der Begegnung
im Gemeindehaus. Im Anschluß an seine Begrüßungsansprache
drehte der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Rudolf
Schoster, das Rad der Geschichte in das Jahr 1852 zurück,
als Schneidermeister Jobst Albers den "gemischten
Gesangsverein" und den Vorläufer des heutigen
Kirchenchores ins Leben rief.
In einem kurzen Überblick stellte Schoster die
Entwicklung des Kirchenchores bis zur heutigen Zeit
vor und wünschte allen Sängerinnen und Sängern
sowie der Chorleiterin Renate Grundner-Cuhlemann, alles
Gute für die Zukunft.
In Grußworten dankten der Vorsitzende des Männergesangsvereins
"Einigkeit" Rabber, Wolfgang Vehring, und
der Vorsitzende des Gemischten Chores Wimmer, Heinz
Blessing, dem Kirchenchor für die gute Zusammenarbeit
und überreichten Präsente an den Vorsitzenden
Wolfgang Künne, der sich für die Glückwünsche
im Namen aller Vokalisten bedankte.
Stationen aus der von ihnen maßgeblich mitgeprägten
Chorarbeit ließen dann Dirigentin Renate Grundner-Cuhlemann
und deren Vorgänger Pastor Fritz- Wilhelm Renzelberg
Revue passieren. Auch sie wünschten dem Kirchenchor
eine erfolgreiche Zukunft. |
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Mitglieder im Jubiläumsjahr 1992
125jähriges Jubiläum im Jahr 1977 |
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| Beim Jubiläums- Gottesdienst
in der Marienkirche Rabber |
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