Die zwei Posaunenchöre in Rabber
Über den gemeinsamen Ursprung, die Trennung der Kirchen und der Chöre. Von Pastor Burckhard Zühlke, SELK Rabber-Blasheim.
Wenn sich im Lauf einer längeren Geschichte Streit und Trennung ereignet haben, ist es manchmal nicht einfach, Jubiläen unbeschwert zu feiern. Es war in Rabber auch ein wenig so, als am 27. Mai das 150 jährige Bestehen des Posaunenchores Barkhausen-Rabber gefeiert wurde.
Vor 150 Jahren gründete sich in Rabber ein Posaunenchor. Aber als sich dann ca. 30 Jahre später die ehemalige Hannoversche Freikirche gründete, war es auch im Blick auf die Posaunenchorarbeit aus mit der gemeinsamen Zeit; der Kirchentrennung folgte auch die Trennung des Posaunenchores. So können die heutigen beiden Gemeinden in Rabber (der Hannoverschen Landeskirche und der SELK) auf ca. 30 Jahre gemeinsame Posaunenchorgeschichte zurückblicken.
Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Kirchenmusik in Rabber schon immer eine besondere Rolle gespielt hat. So war es bereits in früheren Jahrzehnten üblich, dass die Mitglieder beider Posaunenchöre zu besonderen Anlässen gemeinsam musizierten. Hier kommt einmal mehr die verbindende Wirkung der Musik - auch über bestehende Grenzen hinaus - zum Ausdruck. So war es in Rabber keine Frage, das letzte Kreisposaunenfest aus Anlass des 150 jährigen Posaunenchorjubiläums gemeinsam zu feiern.
Gern sind sehr viele Gemeindeglieder des Pfarrbezirks Rabber-Blasheim (SELK) der Einladung zum Festgottesdienst gefolgt, in dem die Landesbischöfin Margot Käßmann predigte. Die Resonanz auf diesen Festtag am 27. Mai war überwältigend positiv. Ein fröhlicher Tag, ein großes Ereignis, an sich alle noch lange gern erinnern werden.
Vielen Dank dem Posaunenchor für die Einladung.
1848- Anfang in der Revolution